Wo früher die feine Wiener Gesellschaft in den Salons über Schnitzler und Klimt debattierte und philosophierte, wird man heute bereits beim Betreten der alten Häuser verzaubert. Zwischen prachtvollem Jahrhundertwende-Marmor und den filigranen Schmiedeeisengittern fühlt sich in den historischen Zinshäusern der Stadt selbst ein ganz normaler Schritt vor die Tür wie ein großer Bühnenauftritt an.
Wie ein Kulturhistoriker einst treffend über das Wiener Gesellschaftsleben schrieb:
"In Wien ist die Architektur eine ständige Unterhaltung zwischen den Jahrhunderten. Man tritt aus einem secessionistischen Stiegenhaus und blickt direkt in das barocke Herz der Stadt."
Wenn das Tor eines alten Zinshauses offensteht, kann ich selten widerstehen - ich muss einfach einen Blick hineinwerfen. An diesem Tag zog es mich in ein Gebäude direkt gegenüber der mächtigen Dominikanerkirche. Schon der Blick von drinnen nach draußen auf die barocke Fassade war Kinoreife für sich.
Umgeben von so viel Historie fühlte ich mich in meinem Casual Chic Outfit – in unterschiedlichen Brauntönen, die perfekt zum herbstlichen Wien passen – bereit für meinen Spaziergang durch die Jahrhunderte.
Top, Hose, Ledertasche und Ballerinas
Doch als ich mich umdrehte und die Schwelle überschritt, umfing mich sofort dieser ganz besondere Wiener Vibe. Unter dem schweren Deckenleuchter teilt sich der Weg auf typisch wienerische Art: Während die eleganten, marmornen Stufen nach oben führen, weist eine kleine Treppe nach unten in den Hof – dorthin, wo hinter den Kulissen der Pracht das ungeschminkte Alltagsleben und die Mistkübel warten. lach
"Die Wiener Stiegenhäuser sind die wahren Salons der Stadtgeschichte – hier atmet jeder Schritt noch den Geist der Jahrhundertwende."
Und genau dieses Gefühl umfängt einen auch sofort beim Eintreten in dieses Entree.
Das absolute Herzstück dieses Stiegenhauses ist jedoch der historische Fahrstuhl. Mit seinen kunstvollen, lindgrünen Schmiedeeisen-Verzierungen ist er ein wunderschönes Zeugnis des Wiener Jugendstils aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Man meint fast, das leise Surren aus einer längst vergangenen Epoche zu hören, wenn man vor diesem gusseisernen Kunstwerk steht. Karl Farkas sagte einmal so schön: "Wir Wiener blicken vertrauensvoll in unsere Vergangenheit." Und wenn man vor so viel erhaltene Ästhetik im Alltag tritt, versteht man auch sofort, warum.
Wien ist eben keine Stadt, die man einfach nur durchläuft. Man muss sie aufschließen, durch Tore gehen und den Blick nach oben – oder wie hier, in das historische Stiegenhaus – richten.
Und genau dieses Gefühl umfängt einen auch sofort beim Eintreten in dieses Entree.
Ich wünsche euch eine wunderschöne neue Woche
liebst, LoveT 💕




I love the quote you shared. I love cities that preserve its architecture and history. I dream of visiting Vienna some day.
AntwortenLöschenYour styling is very elegant!
Qué interesantísimo.
AntwortenLöschenSubir en ese ascensor tiene que ser como un viaje en el tiempo. BESICOS.