In Wien gibt es so viele Dinge die mich berühren, besonders die alten Türen üben eine ganz besondere Anziehungskraft auf mich aus. Sie sind Schwellen – stille Übergänge, fast leise Versprechen von dem, was dahinter liegt.
Man sagt, die Tür sei das erste Bild des Innenraums – ein Ort, wo das Draußen und das Drinnen sich berühren, wo das Bekannte endet und das Unbekannte beginnt. Und in der Romantik war die Schwelle oft ein Symbol für Sehnsucht: ein Schritt ins Unendliche, ein Flüstern von Möglichkeiten, die man vielleicht nie ganz betritt.
Da ist diese braune Doppelflügeltür in der Ungargasse – reich verziert, mit einem Kopf darüber, der einen fast ansieht, als wollte er fragen: Bist du bereit?
Eine Schwelle, die atmet.
Dann dieses riesige graue Tor im
Arsenal – geöffnet, alt, mächtig. Es steht weit offen, als wollte es sagen: Komm herein, aber vergiss nicht, dass du dich verändern könntest.
Outfit mit rosa Bluse
Vor offenen Toren spüre ich oft so etwas wie Vorahnung oder Freude darauf, Neues zu entdecken. Elizabeth Taylor soll mal gesagt haben:
Ich fühle mich sehr abenteuerlustig. Es gibt noch
so viele Türen, die zu öffnen sind, und ich habe
keine Angst, dahinter zu schauen.
Elizabeth Taylor
Und dann stehe ich selbst in einem Hauseingang – halb drinnen, halb draußen. Manchmal fühlt sich das Leben genau so an: Man steht an einer Tür, weiß nicht ganz, ob man klopfen soll, und doch ist man schon längst hindurch.
Outfit-Details
Rosa Bluse / C&A
Schwarzes Top / H&M
Schwarze Hose / Only
Handtasche / See by Chloé
Pumps / Deichmann
Zuletzt diese türkisfarbene, schmiedeeiserne Tür in der Ungargasse. Die Farbe ist typisch für Wien und erinnert an die künstlerische Zeit der Secession. Solche Details machen die Stadt und ihre Geschichte lebendig.
Türen gehen weit über ihre praktische Aufgabe hinaus. Sie sind nicht nur etwas, das man öffnet oder schließt.
Türen sind Symbole für Übergänge – vom Bekannten ins Neue, vom Äußeren ins Innere. Und manchmal, wenn man davor steht, fühlt es sich an, als ob das Leben selbst eine Tür öffnet und sagt: Komm, es wartet etwas Schönes ..
liebst, LoveT
So schöne Türen und Tore, die wecken Deine poetische Ader und Sehnsucht. Dein Text ist sehr fein und feinfühlig. Die Türen sind so wunderhübsch...
AntwortenLöschenHoffentlich erfüllen Sie die Erwartungen, die sie wecken... hinter der ersten Tür mit dem strengen Gesicht ist ja die Schülerhilfe drin, wie ich dem Schild entnehme... möge sie gut wirksam sein!
Ich war mal zu einer Studienreise in Güstrow nach der Wende. Und es war zu sehen, wie schön die alten Haustüren in der Altstadt waren, nicht ausgetauscht gegen eine Glas- und Stahltür von OBI, wie es damals gern gemacht wurde. Das Geheimnis war eine Kunst-Lehrerin, die schon zu DDR Zeiten mit ihren SchülerInnen das Projekt: "Erhaltet die alten Haustüren" gemacht hat. Es gab kaum die passenden Farben und Lacke, aber sie waren hartnäckig und haben so viele Türen gerettet.
Das war ganz wunder-bar!
Herzlich,
Sieglinde
linda demais, muito elegante!!
AntwortenLöschenMittlerweile weiß man ja bei alten Häusern um den Wert der Türen. Ich freu mich immer, wenn sie so schön restauriert werden.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Heike